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Unsere Informationen zum Thema

Hören (Kinder)

Bildquelle: Unsplash

Angebote der Praxis

Beim Neugeborenen, Säugling, Kleinkind
  • Otoakustische Emissionen (OAE)
  • Cochleascan (frequenzspezifische automatisierte Ermittlung der Hörschwelle)
  • Hirnstammaudiometrie (BERA) und automatisierte Hirnstammaudiometrie (AABR)
  • Evtl. kindgerechter Hörtest mit Spielelementen
Beim Kindergartenkind, Vorschulkind
  • Mainzer Kindertest und Göttinger Kindertest mit Bildmaterial
  • Tonaudiometrie mit Einsatz von Bauklötzen und Bildern
  • Impedanzmessung zur Prüfung der Schwingungsfähigkeit des Trommelfells
Bei behinderten Patienten
  • Bild-unterstützte Hörtests
  • Otoakustische Emissionen (OAE)
  • Cochleascan (frequenzspezifische automatisierte Ermittlung der Hörschwelle)
  • Hirnstammaudiometrie (BERA und AABR)
Beim Schulkind und beim Erwachsenen
  • Tonaudiometrie
  • Sprachaudiometrie
  • Tinnitusmessungen
  • Dichotische Hörtests
  • Impedanzmessung zur Prüfung der Schwingungsfähigkeit des Trommelfells
  • Reflexbestimmung an den Mittelohrmuskeln
  • Hörtests zur Überprüfung von Hörgeräten

Hörprüfung beim Säugling

Die meisten geburtshilflichen Kliniken oder Abteilungen führen in den ersten Lebenstagen ein Hörscreening durch. Dabei werden in einer minutenschnellen Messung die otoakustischen Emissionen (OAE)abgeleitet.

Bei nicht erfolgter Messung, bei unklarem Befund oder unsicherem Messergebnis sollte die Höruntersuchung mit besserer Messtechnik unbedingt in der HNO-Praxis erfolgen.

Dabei kommen auch andere Messmethoden, wie z. B. die Hirnstamm-Audiometrie (BERA) zur Anwendung.
Ableitung Otoakustische Emissionen (OAE; Quelle: Adobe Stock)
Grafik, die symbolisch die Wirkfunktion der otoakustischen Emissionsdiagnose zeigt

Otoakustische Emissionen (OAE)

Das Ohr wandelt beim Hörvorgang nicht nur Schallschwingungen in elektrische Energie um, sondern sendet auch (sehr leise) Schallwellen aus. Diese entstehen als Folge der Zellaktivität der äußeren Haarzellen im Innenohr, quasi als Abfallprodukt des Hörvorganges. Mit einem hochempfindlichen Mikrophon können wir diese Emissionen messen.

Gut ableitbare Emissionen sprechen mit einer Genauigkeit von ca. 97 % für ein Gehör, das eine normale sprachliche und soziale Entwicklung erlaubt.

Mit Hilfe der DPOAE des Cochleascan kann über die Ableitung der Distorsionsprodukte der otoakustischen Emissionen die Hörschwelle im Bereich von 1500 bis 6000 Hz abgeschätzt werden. Der automatisierte Messvorgang nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch.
Die Messung ist schmerzfrei, dauert wenige Minuten und wird über einen kleinen Stöpsel im Gehörgang abgeleitet. Das Baby hört dabei Geräusche wie einen Zwei-Ton-Klang oder Klappern. Das Kind sollte zur Messung satt, frisch gewickelt und zufrieden müde sein – bei schlafenden Kindern ist das Messergebnis am Schnellsten zu erzielen. Die Messung kann am Besten im Liegeteil des Kinderwagens oder im Babysitz erfolgen. Auch im Arm der Mama liegend kann das Baby untersucht werden.

Hirnstamm-Audiometrie (brainstem evoced response audiometry, BERA)

Hier wird die Reizweiterleitung des elektrischen Impulses über den Hörnerven und den Hirnstamm gemessen. Diese elektrische Aktivität kann mit hochempfindlichen Elektroden auf der Kopfhaut abgeleitet werden.

Bei Neugeborenen mit Risikofaktoren für eine Hörstörung (u. a. Frühgeburt vor der 32. SSW, Geburtsgewicht unter 1500g, familiäre Hörstörungen, Sauerstoffmangel während der Geburt, kritische Hyperbilirubinämie) soll die BERA in automatisierter Messtechnik (AABR) in die Hördiagnostik einbezogen werden.
Dazu werden drei Ableitelektroden auf die Ohrgegend und Stirn geklebt (ähnlich wie beim EKG). Aus einem Kopfhörer kommen Geräusche wie Morsezeichen. Diese Messtechnik ist weniger von äußeren Störfaktoren (wie Schmatzen oder Zappeln des Kindes) als die OAE beeinflussbar, aber zeitaufwändiger. Die besten Voraussetzungen für eine schnelle Messung sind bei den OAE beschrieben.

Informationen zum Thema

Das Hören ist Grundvoraussetzung für die zwischenmenschliche Kommunikation. Nur ein funktionierendes Gehör erlaubt den normalen Erwerb der Sprache und auch sprachverbundener Fähigkeiten wie Lesen und Schreiben. Das Hören ist sehr viel komplexer aufgebaut als das Sehen, nimmt mehr Raum und Leistung im Gehirn in Anspruch.

Die Forschung hat in den letzten Jahrzehnten viele Techniken und Möglichkeiten entwickelt, das Hören messbar zu machen und schlechtes Hören zu verbessern.

Grundsätzlich zu unterscheiden sind:
  • Die Hörkraft (dass etwas gehört wird)
  • Die Hörschärfe (die Analyse und das Verständnis des Gehörten)

Wie funktioniert der Hörvorgang?

„Peripheres Gehör“

Ohrmuschel → Gehörgang → Mittelohr → Innenohr → Hörnerv
Schallwellen erreichen die Ohrmuschel, werden durch diese gezielt in den Gehörgang gelenkt, das Trommelfell als luftdichter Abschluss des Gehörgangs wird in Schwingungen versetzt. Drei Gehörknöchelchen übertragen und verstärken diese Schwingungen und leiten sie weiter an eine Membran, das ovale Fenster. Dieses schließt das Innenohr zum Mittelohr ab.

Das Innenohr besteht aus 3 flüssigkeitsgefüllten Gängen, die in einem umhüllenden Schlauch verpackt sind. Dieser Schlauch windet sich 2,5 mal, einem Schneckenhaus sehr ähnlich (lateinisch: Cochlea, Hörschnecke). Durch die Schwingung des ovalen Fensters wird die Flüssigkeit in den Gängen in Bewegung versetzt, es bildet sich eine Flüssigkeits-Wanderwelle aus. Unser Praxislogo zeigt eine stilisierte Cochlea-Schnecke. Bildquelle Ausguss: Wikipedia
Entlang des inneren Gangs sind 2 Reihen von Hörzellen, die inneren und äußeren Haarzellen, positioniert. Diese wandeln die Wellenbewegung in elektrische Impulse um – vergleichbar vielleicht mit einem feinen Tastschalter, der auf Druck Strom fließen lässt.

Insgesamt ca. 20.000 Haarzellen sind an diesem Umwandlungsvorgang beteiligt. Dieser mechano-elektrische Umwandlungsvorgang kostet viel Energie und erfordert daher eine gute Durchblutung des Innenohres. Die elektrischen Impulse werden dann im Hörnerv – wie in einem Elektrokabel – dem Gehirn zugeleitet.

„Zentrales Gehör“

Hörbahn in Hirnstamm und Mittelhirn → Hörzentrum im Mittel-Zwischen-Großhirn
Die Hörbahn im Gehirn analysiert und modifiziert das Gehörte nach bestimmten Qualitäten, z. B. nach Anfang und Ende eines Hörreizes, nach Zeit- und Rhythmusmerkmalen. Das Gehörte wird somit für die genaue Hörwahrnehmung im Großhirn präpariert.

Einflüsse der Psyche, Abgleich mit bereits bekannten Höreindrücken Und das Herausfiltern informationsloser Signale erfolgen ebenfalls auf dem Weg des Gehörten zum Großhirn. Die Höreindrücke beider Seiten werden zusammengeführt und verknüpft.
Im Großhirn (Cortex) wird das mittlerweile modifizierte Hörsignal wahrgenommen, das heißt: bewusst erlebt. Die einzelnen Hirnhälften haben dabei bestimmte Dominanzen, z. B. für das Wahrnehmen von Musik, Sprache, Rhythmus. Das zentrale Hören ist bei weitem noch nicht ausreichend erforscht, das Wissen darüber nimmt laufend zu.

Das Hören im Lauf des Lebens

Bereits im Mutterleib beginnt das bewusste Hören. Ab der 22. Schwangerschafts-Woche reagiert der Fötus auf akustische Reize. Das wusste bereits die Bibel: Lukas 1,41: „Als Elisabeth den Gruß Mariens hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib“ (das muss um die 20. Schwangerschaftswoche passiert sein).

Die rasante Entwicklung der Hörkraft und Hörschärfe vom Neugeborenen zum Kleinkind ermöglicht den Spracherwerb, mit Eintritt in die Schule ist die Entwicklung der Hörbahn weitgehend perfekt.

Das Gehör altert, v. a. die Innenohr-Haarzellen lassen in ihrer Funktion nach. Umwelteinflüsse wie Lärm, infektiöse Erkrankungen, Genussmittelmissbrauch und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stören die Zellfunktion. Hohes Alter allein ist aber kein Grund für eine relevante Hörschwäche.

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